Forum für Interkulturellen Dialog e.V. (FID e.V.); Ehrenvorsitzender Fethullah Gülen

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Fethullah Gülen - Ehrenvorsitzender des FID Berlin e.V.

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gulen1Das Forum für Interkulturellen Dialog e.V. ist deutschlandweit der einzige Verein, dem Fethullah Gülen als Ehrenvorsitzender vorsteht. Daher sieht es der FID e.V. auch als seine besondere Aufgabe an, das Islam-Verständnis des Fethullah Gülen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Fethullah Gülen hat sich mit seinen Äußerungen über die Gleichstellung von Mann und Frau auch hierzulande große Sympathie und Wertschätzung erworben. Seine Auffassung von der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, sein Postulat der Toleranz gegenüber allen Weltreligionen, seine strikte Ablehnung von Gewaltanwendung gegenüber Menschen haben ihm Beliebtheit und Vertrauen verschafft. Der FID e.V. teilt diese Haltung Fethullah Gülens und hält sie für außerordentlich bedeutsam für das Zusammenleben von Muslimen und Christen in Deutschland. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Integration der muslimischen MInderheit.

Zu Person und Hintergrund des Muhammed Fethullah Gülen
Muhammed Fethullah Gülen ist ein islamischer Gelehrter, Prediger und Denker, ein viel gelesener Autor und Dichter. 1941 im türkischen Erzurum geboren, wurde er von einer Reihe von namhaften muslimischen Gelehrten und spirituellen Meistern in den religiösen Wissenschaften unterrichtet. Darüber hinaus widmete sich Fethullah Gülen auch den Prinzipien und Theorien der modernen Sozial- und Naturwissenschaften. Dank seiner außergewöhnlichen Begabungen und seines intensiven Selbststudiums nahm er schon bald unter den Jugendlichen seines Alters eine herausragende Stellung ein. Bereits als sehr junger Mann befähigten ihn seine akademischen Leistungen und seine unübersehbaren geistigen Kapazitäten zur Dozenten- und Lehrtätigkeit.
Nachdem Fethullah Gülen seine Imamausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, erhielt er die Berechtigung als staatlicher Prediger in Edirnezu arbeiten. 1966 wurde ihm eine höhere Position in Izmir, der drittgrößten türkischen Stadt, übertragen. Dort widmete er sich der Aufgabe, seine Lebensziele zu definieren und sich vielen Menschen mitzuteilen. In seinen Reden und Vorträgen war es Fethullah Gülen ein Anliegen, soziale Themen anzusprechen. Ihm lag daran, gerade junge Leute dazu aufzurufen, ihre intellektuelle Ausbildung und Aufklärung mit dem Streben nach Weisheit, Spiritualität und fürsorglichem, menschlichem Handeln zu verbinden.
Fethullah Gülen beschränkte seine Lehrtätigkeit nicht auf den engeren Umkreis, sondern bereiste die Provinzen, wo er Vorträge in Moscheen, Gemeindezentren und Kaffeehäusern hielt. Auf diese Weise konnte er weite und repräsentative Kreise der Bevölkerung erreichen und mit Studenten und Lehrern in Kontakt treten. Seine Vorträge waren von einer thematischen Vielfalt geprägt, Religiosität, Bildung, Wissenschaft, Darwinismus, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit gehörten dazu. Obwohl seine Vorträge ein breites Themenfeld besetzten, besaßen sie auch außergewöhnliche Tiefe, Substanz und Güte. Die Qualität seiner Lehre ließ auch die akademischen Kreise auf ihn aufmerksam werden und trug Fethullah Gülen Respekt und Aufmerksamkeit ein.



Die Ideale und das Wirken des Muhammed Fethullah Gülen
In seinen Vorträgen und Schriften spornt Gülen seine Zuhörer und Leser an, zwischen materiellen und spirituellen Werten eine Balance zu finden und auf diese Weise nach der Wahrheit zu forschen. Er war der Überzeugung, dass die Menschen nur so Gelassenheit bewahren und wahre Glückseligkeit erlangen könnten. Gülens Bestreben war und ist es, die positiven Wissenschaften mit der Religion zu versöhnen, die Differenzen zwischen beiden Gegenpolen zu beenden und die Philosophien des Ostens und des Westens einander näher zu bringen.
Fethullah Gülen ist überzeugt, dass sich im 21. Jahrhundert eine spirituelle Dynamik entwickeln soll, die lange vergessene moralische Werte wiederbeleben wird. Er sieht ein neues Zeitalter der Toleranz aufsteigen, des Verständnisses und der globalen Zusammenarbeit. Alle Kulturen sollen in eine einzige gemeinsame Zivilisation münden, die auf interkulturellem Dialog und Wissenstransfer gegründet sein würde. Als Beitrag zur Vollendung dieser hohen Ziele gründete er in und außerhalb der Türkei wohltätige Organisationen. Seine Mitstreiter inspirierte er, über die Massenmedien, vor allem mit Hilfe des Fernsehens die Menschen über wichtige Themen von persönlichem oder gemeinschaftlichem Interesse zu informieren.
Fethullah Gülen widmet sich und sein Leben vollständig der Lösung gesellschaftlicher Probleme. Für ihn steht fest, dass Gerechtigkeit für alle nur mit einer angemessenen universellen Bildung zu erreichen ist. Die Vermittlung von Wissen gilt Gülen als oberste gesellschaftliche Aufgabe und Verpflichtung, da nur sie allein die Voraussetzungen für den Aufbau einer toleranten Gesellschaft schaffen könne. Um dieses Ziel zu erreichen, ermunterte Gülen stets die Elite der türkischen Gesellschaft, die Führungspersönlichkeiten der Gemeinden, die Großindustriellen genauso wie die kleinen Geschäftsleute, dazu beitragen, dass Bedürftigen eine qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglicht würde. Die von ihm gesammelten Spendenmittel flossen in Stiftungen, die die Gründung von Bildungseinrichtungen in der Türkei und anderen Ländern förderten.
Dass Fethullah Gülens Bemühungen inzwischen reichlich Früchte tragen, beweisen die guten Abschlussergebnisse, die die Absolventen der von Gülen inspirierten Schulen erzielen. Vor allem Schulabgängern in Zentralasien gelingt es immer wieder, bei den Einstufungstests der Universitäten und bei internationalen Wissensolympiaden vordere Ränge einzunehmen. Zahlreiche Goldmedaillen für besondere Leistungen in Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie belegen das hohe Niveau der von Gülen gegründeten Schulen.
Fethullah Gülen ist dabei als treibende Kraft zu verstehen, die weltweit zur Gründung von Schulen aufruft. Sein prioritäres Anliegen ist es, den Berufstätigen von morgen bereits heute zu einer ausgewogenen und vielseitigen Ausbildung zu verhelfen. Dabei ist ihm wichtig, dass man Studenten von heute neben dem unabdingbar benötigten Wissen und Know-how auch fundierte moralische und ethische Werte vermittelt. Nur diese Synthese befähige sie, sich aktiv an der Gestaltung einer prosperierenden und positiven Zukunft für die ganze Menschheit zu beteiligen.
Fethullah Gülen glaubt, dass die Menschen innovative Ideen nur dann annehmen, wenn sie durch überzeugende Argumente untermauert werden. Diejenigen, die zur Durchsetzung neuer Ideen Gewalt anwenden, bezeichnet er als intellektuell bankrott. Seiner Meinung nach werden die Menschen immer danach trachten, in ihrer Entscheidung frei zu sein, wenn es um ihre persönlichen Anschauungen geht und sie ihren eigenen spirituellen und religiösen Werten Ausdruck verleihen wollen. Die Staatsform der Demokratie sei zwar verbesserungsbedürftig, stelle aber das einzige wirklich lebensfähige politische System dar. Alle Menschen sollten daher danach streben, politische Institutionen zu modernisieren, zu stabilisieren und zu stärken. Nur in dieser Haltung ließe sich eine Gesellschaft aufbauen, in der die individuellen Rechte und Freiheiten respektiert und gestützt würden und Chancengleichheit für alle mehr sei als ein Traum oder eine Vision.
1981 beendete Fethullah Gülen seine formale Lehrtätigkeit, nachdem er eine ganze Generation von Studenten inspiriert hatte. Sein seit den 1960-er Jahren gezeigtes hohes Engagement, vor allem für eine Reform des Bildungswesens, hatte ihn zu einem der prominentesten und meist respektierten Männer der Türkei werden lassen. Zwischen 1988 und 1991 hielt er noch als Prediger im Ruhestand eine ausgeprägte Predigertätigkeit in einigen der berühmtesten türkischen Moscheen aufrecht. Seitdem ihn schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen daran hindern, erhalten Fethullah Gülens Ideen heute vor allem in Form von Büchern, Audio- und Videokassetten und anderer Informationsmedien Verbreitung und Einfluss.

Interreligiöse und interkulturelle Aktivitäten
Seitdem konzentriert Fethullah Gülen seine Bemühungen darauf, den interkulturellen Dialog zwischen einzelnen Gruppen herzustellen, die unterschiedliche Ideologien vertreten und unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Nationen angehören. Er wirkte an zahlreichen Tagungen und Konferenzen mit, die sich mit dem Ziel beschäftigten, die Menschheit auf ein Jahrhundert der Toleranz und des Verständnisses vorzubereiten - auf ein Jahrhundert, in dem alle Kulturen miteinander kooperieren und die Bindungen unter den Menschen immer stärker werden. Fethullah Gülen ist der Auffassung, dass alle Menschen - unabhängig von nationalen und politischen Grenzen - viel mehr gemeinsam haben als sie sich vorstellen.
In diesem Sinne ist ihm daran gelegen, einen aufrichtigen Dialog zu etablieren, der das gegenseitige Kennenlernen der Menschen fördert. Fethullah Gülen selbst gründete beispielhaft die "Stiftung der Journalisten und Schriftsteller", deren Aktivitäten zur Förderung von Dialog und Toleranz in der Gesellschaft bei fast allen gesellschaftlichen Schichten und Gruppierungen hohe Anerkennung finden.
Aus denselben Motiven empfängt Fethullah Gülen führende Persönlichkeiten aus aller Welt und stattet ihnen Gegenbesuche ab. In der Türkei gehören der Botschafter des Vatikans, der griechisch-orthodoxe Patriarch, der Patriarch der armenischen Gemeinde, der Oberste Rabbiner der jüdischen Gemeinde und viele Journalisten, Kolumnisten, Fernseh- und Kinostars sowie geistige Führer verschiedener intellektueller Richtungen zu seinen regelmäßigen Gesprächspartnern.
Fethullah Gülen diskutierte mit Papst Johannes Paul II., sprach mit John O'Connor, dem Erzbischof von New York, mit Dale F. Eickelman, einem amerikanischen Professor für Anthropologie und Professor Sidney Griffith von der Katholischen Kirche in den USA und konferierte mit Leon Levy, dem früheren Präsidenten der Antidefamationsliga. Eine Vielzahl weiterer führender Repräsentanten anderer Religionen und Geisteshaltungen steht mit ihm im Gedankenaustausch.
Bei seinem Treffen mit Papst Johannes Paul II. im Vatikan (1998) unterbreitete Fethullah Gülen dem Papst Vorschläge für erste Schritte zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten, jener Region, in der alle drei großen Weltreligionen wurzeln. Er rief den Papst zur Zusammenarbeit auf und betonte, dass Wissenschaft und Religion in Wirklichkeit zwei unterschiedliche Aspekte einer einzigen Wahrheit seien: "Zu verschiedenen Zeiten hat die Menschheit die Religion im Namen der Wissenschaft verleugnet, dann wieder die Wissenschaft im Namen der Religion. Dabei wurde stets behauptet, diese beiden Weltsichten seien nicht miteinander vereinbar. Wenn aber doch alles Wissen Gott gehört und die Religion von Gott gestiftet wurde, wie können Wissenschaft und Religion einander dann widersprechen? In diesem Punkt können unsere gemeinsamen Bemühungen zur Etablierung eines interreligiösen Dialogs viel dazu beitragen, für Verständnis und mehr Toleranz unter den Menschen zu sorgen."
Anlässlich der Ereignisse vom 11. September 2001 verurteilte Fethullah Gülen die Terroranschläge in den USA scharf und bezeichnete sie als einen schweren Schlag gegen den Weltfrieden, der darüber hinaus auch das Ansehen der Gläubigen zu Unrecht beschädige: "Niemals darf Terror im Namen des Islam oder zur Durchsetzung islamischer Ziele eingesetzt werden. Ein Terrorist kann kein Muslim sein und ein Muslim kein Terrorist. Muslime müssen vielmehr Repräsentanten und Symbole von Frieden, Wohlergehen und Glück sein."
Der Einsatz von Fethullah Gülen für den Weltfrieden fand auf wichtigen internationalen Konferenzen und Symposien regen Widerhall. Die Teilnehmer des 'Peaceful Heroes Symposium', der 'Tagung der friedvollen Helden', die vom 11.-13. April 2003 an der Universität von Austin in Texas stattfand, erarbeiteten und veröffentlichten eine Liste von über 5.000 Friedensstiftern der Menschheitsgeschichte. Darin finden sich Namen von Persönlichkeiten wie Jesus, Buddha, Gandhi, Martin Luther King und Mutter Teresa. In die Rubrik der zeitgenössischen 'Helden des Friedens' wurde auch Muhammed Fethullah Gülen aufgenommen.

Aktuelle Vorhaben des Muhammed Fethullah Gülen
Seit einigen Jahren hält sich Fethullah Gülen aus gesundheitlichen Gründen in den USA auf, wo er sehr zurückgezogen lebt und nur noch selten für Interviews zur Verfügung steht, nur dann, wenn die Umstände es erforderlich machen. Trotz seiner Prominenz hat Gülen Einmischungen in die offizielle Politik stets vermieden. Weltweit bewundern und verehren ihn wohl Millionen von Menschen. Seine 1995 in türkischer Sprache erschienene Autobiografie 'Fethullah Gülen Hocaefendi: Kücük Dünyam' (Fethullah Gülen: Meine kleine Welt) erreichte bereits die 50. Auflage.
Noch immer ist Fethullah Gülen als Autor für mehrere türkische Zeitschriften wie 'Yeni Ümit', 'Sizinti' und 'Yagmur' tätig, außerdem schreibt er für die vierteljährlich erscheinende deutsche Zeitschrift 'Die Fontäne'. Gülen hat mehr als 40 Bücher verfasst - fast alle wurden Bestseller in der Türkei - und Hunderte von Beiträgen. Viele seiner unzähligen Vorträge zu gesellschaftlichen und religiösen Themen wurden auf Audio- und Videokassetten aufgenommen. Inzwischen wurden seine Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt, natürlich auch ins Deutsche:
Mehr zu Fethullah Gülen finden Sie unter folgender Homepage:
http://de.fgulen.com/
M. Fethullah Gülen hat eine Vision. Er möchte eine Generation junger Menschen heranbilden, die intellektuelle Aufklärung mit reiner Spiritualität, Weisheit und Tatkraft verbindet. Während sich andere Gelehtre mit ähnlichen Ideen damit zufrieden geben, persönliche Ziele zu definieren und zu verwirklichen, hat Gülen 40 jahre seines Lebens damit verbracht, auf internationaler Ebene für seine globale Vision zu werbwen.
Obwohl der Islam auch in Deutschland mittlerweile längst zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft geworden ist, ist er vielen Menschen nach wie vor fremd. Vielen sind die Grundbegriffe und Glaubenskonzepte des Islam weitgehend unbekannt.

Grundlagen des Islamischen Glaubens
Das Buch ‚Grundlagen des islamischen Glaubens' widmet sich den unveränderlichen Prinzipien des Islam, die schon seit Jahrhunderten Gültigkeit besitzen und sich ihre Frische bis heute bewahrt haben. Es behandelt Themen wie die islamische Gottesvorstellung, die Wiederauferstehung des Menschen, die Prophetenschaft Muhammads und die Authentizität des Koran. In verständlicher Sprache zeichnet es ein differenziertes Bild des islamischen Denkens.

Sufismus

Der Sufismus besitzt in der Geschichte des Islam einen festen Platz und eine lange Tradition. Er repräsentiert vor allem die spirituelle Dimension des Islam. Sein Ziel liegt in der Erkenntnis des wahren Wesens Gottes, des Menschen und des Seins. Durch spirituelles Training, Askese und mystische Erfahrung, aber auch durch intellektuelle Aufklärung befreit sich der Sufi von seiner Selbst-Zentriertheit und öffnet sich ganz dem Licht Gottes. Die Schlüsselkonzepte des Weges der Sufis stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Aber auch die Entwicklung des Sufismus von seinen Ursprüngen bis heute und die Sufis selbst kommen zur Sprache.

Hier finden Sie eine Auswahl von Fethullah Gülens Werken, die ins Deutsche übersetzt wurden.

Perlen der Weisheit

Dieses Buch enthält viele Gedanken Gülens, die sein Vorhaben von Anfang an getragen haben. Diese und weitere wichtige Gedanken haben bis heute Millionen von Menschen inspiriert und angeregt, etwas zu tun, was ihnen normalerweise nicht einmal in den Sinn gekommen wäre: fremden Menschen dabei zu helfen, zu wahrer Menschlichkeit zu finden, und dafür keinen anderen Lohn als das Wohlgefallen Gottes entgegen zunehmen.

Fragen an den Islam:

Das Buch "Fragen an den Islam 1" schafft hier Abhilfe. Es wendet sich sowohl an Muslime als auch an Nicht-Muslime und gewährt einen Einblick in die Welt des Islam, der weit über die üblichen Schlagworte und oberflächlichen Darstellungen hinausgeht.


Downloads

• Sufismus
• Fragen an den Islam
• Kriterien oder die Lichter auf dem Weg
• Hin zum verlorenen Paradies
• Das unendliche Licht: Der Prophet Muhammad
• Die Grundlagen des islamischen Glaubens