100 Jahre Frauen-Internationale als Erbe - und: Wollen wir immer noch Alles und vom ‚Rest die Hälfte‘?
Während sich Politikerinnen um Flexi-Quoten oder prozentuale Selbstverpflichtungen für mehr Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft streiten, wirken trotz des Aufbrechens verkrusteter Geschlechterverhältnisse noch immer Diskriminierung und Desintegration von Frauen in Bezug auf materielle und immaterielle Ressourcen fort. Eine Zunahme globaler Gewalt gegen Frauen steht dabei im Widerspruch zur wachsenden Forderung nach einer Globalisierung von Chancengleichheit, die vor allem transnationale Frauen-Netzwerke erheben. Hier sind die Diskurse zur Gleichstellung von Differenz weiterführend: Nicht-muslimische Frauen sind zumindest keiner Vorurteilsbarriere und medialer Verzerrung und Indoktrinierung ausgesetzt, was für viele muslimische Frauen jedoch alltägliche Erfahrung ist. Muslimische Frauen leben partiell noch zusätzlich zu allen diskriminierenden Desastern unter anderen patriarchalen Strukturen.
Um mehr zu erfahren im Zusammenhang mit real existierenden gesellschaftspolitischen Bedingungen und um die Gewissheiten streitbar zu hinterfragen, möchten wir (Forum für Interkulturellen Dialog e.V. in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin) Sie zu unserer Konferenz mit dem Thema "Geschlechterverhältnisse im Wandel - neue Frauen und Männer braucht das Land!" einladen. Ein detailliertes Programm zu Veranstaltung finden Sie hier. Eine formlose Anmeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ist erforderlich.
Thema: Geschlechterverhältnisse im Wandel - neue Frauen und Männer braucht das Land!
Datum: Montag, 23. Mai 2011
Uhrzeit: 18.00 - 21.30 Uhr
Ort: Rotes Rathaus, Raum 338, Ferdinand-Friedensburg-Saal, Eingang Jüdenstraße 1
Konferenzbeiträge:
Prof'in Dr. Sabine Berghahn, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Chancengleichheit und Vereinbarkeit - ein leeres hehres Versprechen
Prof'in Dr. Hildegard-Maria Nickel, Humboldt-Universität Berlin
Gleichheit und Differenz - Konsequenzen für Bildung und Erwerbsarbeit von Frauen
Magistra Ghied Alhashmy, Berlin
Die Frauenfrage - vom islamischen Reformdenken zur islamischen Aufklärung
Ingenieurin Berrin Ileri, Forum für Interkulturellen Dialog, Berlin:
Glaube und Integration muslimischer Frauen in Deutschland - Erfahrungen als Muslima in der IT-Branche
Prof'in Dr. Christine Kulke, Technische Universität Berlin (Moderation)
Wandel zwischen Aufbruch und Umbruch
Ghied Alhashmy ist syrisch deutsche Gastdozentin der Politikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Sie ist auch Theologin und beschäftigt sich als freiberufliche Referentin mit dem Themenkomplex: „Islam und Integration“ und ist in den arabischen und muslimischen Gemeinden Berlins aktiv.
Prof. Dr. Christine Kulke ist Professorin an der TUB, Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung (in Umorganisation);Arbeitsschwerpunkte: Gender und politische Kultur; Politische Theorie; Theorie und Praxis von Jugendtheater als Forum politischer Bildung.
Wir freuen uns sehr, Sie auf unserer Konferenz begrüßen zu dürfen.
Ercan Karakoyun
Vorsitzender Forum für Interkulturellen Dialog e.V.
Ing. Berrin Ileri,
Vorsitzende der FID Fraueninitiative
Professorin Dr. Christine Kulke
Technische Universität Berlin / bisheriges Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung



