Am Montag, den 31. Mai, statteten rund 40 Berliner Abiturientinnen und Abiturienten der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport einen Besuch ab. Die bunt gemischte Gruppe mit Schülern aus Reinickendorf, Mitte, Kreuzberg und Neukölln hatte unter der Leitung von Herrn Ercan Karakoyun von FID e.V. die Möglichkeit, mit Innensenator Dr. Ehrhart Körting ins Gespräch zu kommen und so Politik live zu erleben. Leider war Herr Ehrhart Körting aufgrund einer Krankheit verhindert und wurde durch seinen Staatssekretär Ulrich Freise vertreten.Um einerseits Berliner Jugendlichen zu zeigen, dass sie Politik hautnah erleben können und andererseits den Politikern zu verdeutlichen, dass diese Jugendlichen sich mit Berlin identifizieren und Interesse an den Anliegen der Stadt haben, rief FID e.V. ein Projekt ins Leben, was Jugendliche mit Berliner Spitzenpolitikern ins Gespräch bringt. Die erste Station dieses Projektes war die Senatsverwaltung für Inneres und Sport.
Die Gruppe aus 40 Abiturientinnen und Abiturienten sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund zeigte großes Interesse an der Berliner Innenpolitik und überhäufte Staatssekretär Ulrich Freise, welcher Ehrhart Körting vertrat, mit Fragen. Das Themenspektrum war breit gefächert und reichte von Bildung und Zukunftschancen über Dialog und Islam bis hin zu Sport. Es wurde gefragt, wie man das Problem der überfüllten Berliner Universitäten beheben könne, wie es zu mehr interkulturellem Dialog zwischen den Jugendlichen selber kommen könne, um Vorurteile abzubauen, welche Chancen angehende Lehrerinnen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt hätten, wie man die wachsende Islamphobie bekämpfen könne und vieles mehr.
Die Mädchen und Jungen beließen es nicht mit Fragen, sondern zeigten sich willig, weitere Projekte und Lösungskonzepte für Probleme ihrer Stadt zu entwickeln. „Wir wollen Teil der Lösung sein, nicht des Problems“, betonten sie oft.
Der Staatssekretär Herr Ulrich Freise, der alle Fragen geduldig beantwortete, begrüßte die Bereitschaft der Jugendlichen sich für ein friedlicheres Miteinander der Kulturen in Berlin zu engagieren und sicherte Schülerinitiativen in diesem Bereich die Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport zu.
Für die Abiturientinnen und Abiturienten war dieser Besuch ein besonderer Einblick in das politische Geschehen ihrer Stadt und ermutigte sie an diesem aktiv teilzunehmen, um so „Teil der Lösung und nicht des Problems zu sein.“



